Für CreatorsVideo drehen: Kreatives

Wie schreibst du ein Skript für ein UGC-Video?

TL;DR

Ein gutes UGC-Skript folgt einem einfachen Aufbau: ein Hook, der Aufmerksamkeit holt, ein bekanntes Problem, das Produkt als Lösung, zwei oder drei überzeugende Vorteile und ein klarer Call-to-Action. Geh vom Brief aus, schreib so, wie du sprichst, notier sowohl, was du sagst, als auch, was du zeigst, und lies dein Skript laut vor, bevor du filmst.

Ein Skript hilft dir, ein Video zu machen, das klar und überzeugend ist und genau dem entspricht, was die Marke angefragt hat. Es spart Zeit beim Filmen und Schneiden und sorgt dafür, dass du keine wichtigen Punkte vergisst. Steif muss es sich nicht anfühlen: Ein gutes Skript klingt trotzdem natürlich.

Fang mit dem Brief an

Lies den Brief sorgfältig, bevor du etwas schreibst. Notier dir die Kernbotschaften, die die Marke rüberbringen will, die Zielgruppe, was du sagen musst und was nicht, die Länge des Videos und den Call-to-Action. Manche Marken wollen dein Skript freigeben, bevor du filmst. Prüf, ob das für dich gilt.

Der Aufbau eines starken UGC-Skripts

  1. Hook (0 - 3 Sekunden). Hol dir sofort Aufmerksamkeit mit einer Frage, einer steilen These oder einem auffälligen Bild. Lies Wie machst du einen starken Hook in den ersten 3 Sekunden? für Tipps.
  2. Problem (3 - 8 Sekunden). Nenn eine Situation oder einen Frust, den deine Zielgruppe kennt. So denken die Zuschauer: „Das bin ja ich.“
  3. Lösung (8 - 20 Sekunden). Stell das Produkt als Antwort auf dieses Problem vor. Zeig es in Gebrauch, nicht nur in deiner Hand.
  4. Vorteile (20 - 26 Sekunden). Nenn zwei oder drei Vorteile, die für die Zielgruppe am wichtigsten sind. Mach sie persönlich: Erzähl, wie du sie selbst erlebst.
  5. Call-to-Action (26 - 30 Sekunden). Sag den Zuschauern, was sie als Nächstes tun sollen, zum Beispiel das Produkt ausprobieren oder die Website besuchen. Nutz den Call-to-Action aus dem Brief.

Beispiel: ein 30-Sekunden-Skript

Für eine ausgedachte wiederverwendbare Trinkflasche:

  • Hook. Zeigen: Du trinkst einen Schluck aus einem fast leeren Glas und stellst es ab. Sagen: „Früher habe ich vielleicht zwei Gläser Wasser am Tag getrunken.“
  • Problem. Zeigen: du am Schreibtisch, sichtlich müde. Sagen: „Am Nachmittag war ich immer müde und habe mir noch einen Kaffee geholt.“
  • Lösung. Zeigen: Du füllst die Flasche auf und zeigst auf die Zeitmarkierungen an der Seite. Sagen: „Dann habe ich diese Flasche bekommen. Sie hat Zeitmarkierungen, also sehe ich genau, wie viel ich bis zum Mittag getrunken haben sollte.“
  • Vorteile. Zeigen: die Flasche in deiner Tasche, auf deinem Schreibtisch, im Gym. Sagen: „Sie hält Wasser den ganzen Tag kalt, läuft in meiner Tasche nicht aus, und ich trinke jetzt zwei davon am Tag.“
  • Call-to-Action. Zeigen: Du hältst die Flasche in die Kamera. Sagen: „Wenn du auch immer vergisst, genug zu trinken, probier die hier mal aus.“

Tipps zum Schreiben deines Skripts

  • Schreib so, wie du sprichst. Nutz kurze Sätze und Alltagswörter. Dein Skript sollte klingen, als würdest du einem Freund davon erzählen, nicht wie eine Werbeanzeige.
  • Notier, was du sagst und was du zeigst. Schreib für jeden Teil auch das Bild auf. Das macht das Filmen viel einfacher und hilft dir, das Produkt in Aktion zu zeigen.
  • Behalte die Länge im Blick. Im Schnitt sprechen Menschen etwa zwei bis drei Wörter pro Sekunde. Für ein 30-Sekunden-Video sind das ungefähr 60 bis 80 Wörter.
  • Lies es laut vor. Du hörst sofort, welche Sätze unnatürlich klingen oder zu lang sind.
  • Lern es nicht Wort für Wort auswendig. Nutz dein Skript als Leitfaden. Wenn du jedes Wort auswendig lernst, klingt es oft steif. Stichworte pro Abschnitt reichen meistens.
  • Mach nur Aussagen, die du belegen kannst. Halte dich an die Aussagen im Brief und an deine eigene Erfahrung. Versprich nie Ergebnisse, die ein Produkt nicht garantieren kann, etwa gesundheitliche Wirkungen.

Tipp: Schreib mehrere Hooks

Marken testen in ihren Ads oft verschiedene Einstiege. Schreib zwei oder drei alternative Hooks für dasselbe Skript und filme sie alle. Das macht deinen Content für die Marke wertvoller.

Häufige Fehler

Typische Fehler sind: eine lange Einleitung, bevor du zum Punkt kommst, zu viele Vorteile auf einmal, ein vergessener Call-to-Action, ein Produkt, das erst am Ende auftaucht, und ein Skript, das wie eine vorgelesene Produktbeschreibung klingt.

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Verwandte Fragen

Wie erzählst du eine Geschichte in 30 Sekunden?

Auch ein kurzes Video kann eine Geschichte erzählen, die hängen bleibt. Konzentrier dich auf eine Botschaft und mach dich selbst zur Hauptfigur. Bau einen Anfang (die Situation), eine Mitte (Spannung oder ein Wendepunkt) und ein Ende (das Ergebnis) ein. Nutz Formate wie Vorher-nachher, „Ich habe das eine Woche lang ausprobiert“ oder A Day in the Life, und zeig die Veränderung, statt sie zu erklären.

Wie hältst du Zuschauer bei der Stange (Retention)?

Retention bedeutet, wie lange Leute dein Video weiterschauen. Je länger sie schauen, desto mehr zeigen TikTok und Instagram dein Video anderen, und desto besser performt eine Anzeige für eine Marke. Halte Zuschauer mit einem starken Hook, einem hohen Tempo ohne Pausen, regelmäßigen Bildwechseln, Untertiteln und einem Ende, das sie fürs Dranbleiben belohnt.

Wie kommst du auf Ideen, wenn du feststeckst?

Jeder Creator steckt mal fest. Statt auf Inspiration zu warten, geh aktiv auf die Suche. Lies den Brief noch einmal, lies Kundenbewertungen des Produkts, denk an die Momente, in denen du es nutzt, und schau dir Formate und Trends an, die funktionieren. Schreib schnell viele Ideen auf, ohne sie zu bewerten, führ einen Ideenspeicher und dreh einfach einen Test. Ideen kommen oft, sobald du anfängst.

Wie machst du authentischen Content, der nicht nach Werbung aussieht?

Werbung scrollen Leute weg, bei echten Erfahrungen bleiben sie hängen. Arbeite nur mit Produkten, die du wirklich magst, nutz sie richtig, bevor du filmst, und erzähl davon, wie du es einer Freundin oder einem Freund erzählen würdest. Filme in deiner eigenen Umgebung, zeig das Produkt in deinem Alltag und nutz deine eigenen Worte statt der Slogans der Marke. Authentisch heißt aber nicht versteckt: Auf deinen eigenen Kanälen kennzeichnest du gesponserten Content trotzdem als Werbung.

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