Ein Testimonial ist etwas anderes als eine Review. In einer Review bewertest du ein Produkt. In einem Testimonial erzählst du deine eigene Geschichte: was das Produkt für dich bedeutet hat. Marken nutzen Testimonials oft in Ads, weil eine persönliche Empfehlung von einem echten Menschen sehr überzeugend ist. Aber nur, wenn die Zuschauer sie dir abnehmen.
Was macht ein Testimonial glaubwürdig?
- Echte Erfahrung. Eine glaubwürdige Geschichte kannst du nur über ein Produkt erzählen, das du wirklich benutzt hast.
- Konkrete Details. Konkrete Situationen und Ergebnisse überzeugen mehr als allgemeines Lob.
- Natürliche Art. Es sollte klingen, als würdest du es einem Freund erzählen, nicht als würdest du einen Text vorlesen.
- Wiedererkennung. Die Zuschauer müssen sich in dir und deiner Situation wiederfinden.
Der Aufbau eines starken Testimonials
- Wer du bist. Stell dich kurz vor, und zwar so, dass es zum Produkt und zur Zielgruppe passt.
- Vorher. Beschreib deine Situation oder dein Problem, bevor du das Produkt genutzt hast.
- Die Entdeckung. Erzähl, wie du auf das Produkt gestoßen bist oder warum du es ausprobieren wolltest.
- Nachher. Erklär, was sich verändert hat. Sei dabei so konkret wie möglich.
- Empfehlung. Sag zum Schluss, wem du das Produkt empfehlen würdest.
Beispiel
Für eine ausgedachte Kochbox:
- Wer du bist. „Ich arbeite Vollzeit und habe zwei Kinder unter fünf.“
- Vorher. „Um sechs Uhr stand ich immer vor dem Kühlschrank und hatte keine Ahnung, was ich kochen soll.“
- Die Entdeckung. „Eine Freundin hat mir von dieser Kochbox erzählt, also habe ich sie einfach mal ausprobiert.“
- Nachher. „Jetzt steht das Abendessen in 25 Minuten auf dem Tisch, und meine Kinder essen es sogar.“
- Empfehlung. „Wenn du beim Abendessen auch immer im Stress bist, würde ich es auf jeden Fall ausprobieren.“
Konkret statt allgemein
Vergleich mal „Dieses Produkt ist unglaublich, ich empfehle es allen“ mit „Früher habe ich jeden Abend eine halbe Stunde überlegt, was ich koche. Jetzt denke ich nicht mal mehr darüber nach.“ Der zweite Satz ist viel glaubwürdiger, weil er eine echte Situation beschreibt, die Zuschauer kennen.
Tipps für den Dreh
- Schau in die Linse. Nicht auf dich selbst auf dem Bildschirm. So entsteht Blickkontakt mit den Zuschauern.
- Sprich mit einer Person. Stell dir vor, du erzählst es einem Freund. So wird dein Ton wärmer und natürlicher.
- Lern es nicht auswendig. Nimm dir ein paar Stichworte pro Teil. Wenn du alles auswendig lernst, klingt es steif.
- Dreh mehrere Takes. Erzähl deine Geschichte ein paar Mal. Oft klingt der zweite oder dritte Take am natürlichsten.
- Filme nah. Filme dich ungefähr ab Brusthöhe aufwärts, in einer ruhigen, echten Umgebung wie deinem Wohnzimmer oder deiner Küche.
- Natürliche Pausen sind okay. Eine kurze Pause oder ein kleines Lachen macht dich menschlich. Du musst keinen perfekten Monolog halten.
Ehrlichkeit und Aussagen
Erzähl nur, was du wirklich erlebt hast, und mach nur Aussagen, die im Brief stehen. Versprich nie Ergebnisse, die ein Produkt nicht garantieren kann. Wenn du ein Testimonial auf deinen eigenen Kanälen postest, kennzeichne es immer klar als Werbung.
Was ein Testimonial unglaubwürdig macht
Typische Fehler sind: einen Text vorlesen, übertriebene Worte wie „unglaublich“ oder „hat mein Leben verändert“, allgemeine Aussagen ohne konkrete Beispiele, eine zu glatte Umgebung und Aussagen, die du nicht selbst erlebt hast.
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